Setzen Sie auf pflanzliche Proteine


Der Markt der vegetarischen und veganen Produkte wächst seit Jahren immens und wird auch in den nächsten Jahren weiter expandieren. Aus einer einstigen Nische ist mittlerweile mehr als nur ein Trend geworden. Viele Menschen konsumieren heute weniger Fleisch und setzen bewusst auf Produkte pflanzlichen Ursprungs. Dies kommt natürlich nicht nur unserer Umwelt und dem Tierwohl zugute, sondern auch unserer eigenen Gesundheit. Dies setzt jedoch voraus, dass eine vegane oder vegetarische Ernährungsweise ähnlich vollwertig ist wie die eines „Flexitariers“, der sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung konsumiert.


Wichtig ist u.a. hierbei eine ausreichende Versorgung mit Proteinen, die viele von uns auch heute noch normalerweise mit tierischen Lebensmitteln decken. Doch auch hier gibt es vermehrt pflanzliche Proteinquellen, die sich sowohl im Bereich der Lebensmittel, als auch im Rahmen der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln, bewährt haben.


Dazu zählen beispielsweise Erbsen- oder auch Kürbisproteine. Doch warum sind gerade diese pflanzlichen Vertreter auch im Vergleich zu ihren tierischen Genossen so gut?


Proteine werden häufig anhand von drei Kriterien bewertet. Zum einen geht es hier um den Gesamtproteingehalt. Dieser liegt bei Erbsenprotein bei beeindruckenden bis zu 86%. Selbst tierische Proteinisolate enthalten teilweise nur bis zu 90% Gesamteiweiß. Zum anderen geht es um die Verteilung und das Vorhandensein der einzelnen Aminosäuren in der Proteinstruktur.


Jedes Protein ist eine Aneinanderkettung vieler Aminosäuren, von denen es insgesamt 21 Stück gibt. Diese kleinen Bausteine bilden nicht nur die Proteine unserer Nahrung, sondern erfüllen auch lebenswichtige Funktionen in unserem Körper. Unter anderem sind sie der Baustein für unsere Erbinformation, die DNA. Bei der Bewertung eines Nahrungsproteins ist es also zu bevorzugen, wenn möglichst alle der 21 Aminosäuren darin enthalten sind und dies auch noch in einer jeweils für den Menschen erheblichen Menge. Sowohl bei Kürbis- als auch bei Erbsenprotein ist dies der Fall. Aber auch andere pflanzliche Proteinsorten können hier punkten. Dazu zählt z.B. das Hanf- oder Sonnenblumenprotein.


Der dritte und letzte wichtige Faktor zur Bewertung von Proteinen ist die sogenannte biologische Wertigkeit. Dieses Kriterium beschäftigt sich mit der Frage, wie gut ein entsprechendes Protein für den menschlichen Körper verwertbar ist. Hier gilt Molke, also ein tierisches Protein, als die Messlatte mit einer Wertigkeit von 100. Unter den pflanzlichen Proteinen ist die Wertigkeit in der Regel niedriger. Erbsenprotein muss sich jedoch mit einem Wert von fast 90 nicht unbedingt hinter seiner tierischen Schwester, der Molke, verstecken.


Setzen Sie also sowohl in der Ernährung, als auch in der Zufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel gerne vermehrt auf pflanzliche Proteine. Doch Achtung: „vegan“ oder „vegetarisch“ ist kein Qualitätsstandard sondern nur eine Information über den Ursprung der Rohstoffe. Auch Produkte dieser Kategorie können mit künstlichen Zusatzstoffen, wie Aromen, Süßstoffen oder anderen überflüssigen Zutaten versetzt sein.


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